«acht schtumpfo züri empfernt» von Dominic Oppliger, Folge 1

Ein junger Mann steht vor dem Bahnhof einer Weltstadt, «acht schtumpfo züri empfernt», und wartet auf seine Freundin, die er seit fünf Monaten nicht mehr gesehen hat.

Alter Güterbahnhof Zürich
Bildlegende: Alter Güterbahnhof Zürich Keystone / Alessandro Della Bella

Während er auf «traffi» (d Raffi, die Raffaela) wartet, gehen ihm die vergangenen Monate und Jahre durch den Kopf. Verliebtheiten, Peinlichkeiten, kleine Siege und Niederlagen. Die violetten Hosen kommen ihm zum Beispiel in den Sinn, die ihn seltsamerweise das letzte halbe Jahr durchs Leben begleitet haben. Oder das unerklärliche Nesselfieber, das ihn geplagt hat. Wie er Lena, eine andere Frau, kennenlernte, wie bei ihr plötzlich ein alter Bekannter aus Raffis Zeiten, Mohammed, aufgetaucht ist. Und wie er Joschi wieder traf, einen Freund aus der Sandkastenzeit, der mittlerweile zum Prediger einer amerikanischen Freikirche geworden ist.

Leute von heute

Es sind die Innensichten eines jungen Mannes in Zürich, der all die Fettnäpfchen in seinem komplizierten «social life» zu vermeiden sucht.

Lesung der ganzen Novelle

In der Schnabelweid-Sommerlesung liest der Schauspieler Aaron Hitz in vier Folgen die ganze Geschichte, bereichert um die elektronischen Klänge des Musikers Marcel Gschwend alias «Bit-Tuner». Eine witzige, freche, manchmal melancholische Reise durch die Erlebniswelt der «heutigen Jugend».

Buchtipp

  • Dominic Oppliger: «acht schtumpfo züri empfernt». Novelle. edition spoken script. Verlag Der gesunde Menschenversand, 2018.

Musiktipp

Moderation: Marietta Tomaschett, Redaktion: Buschi Luginbühl, Markus Gasser