Anna Thöny: Sie sollen wissen, wie ihr Nani gesprochen hat

Die Prättigauerin Anna Thöny-Tönz schreibt schon ihr ganzes Leben lang Tagebuch. Ein Schreib-Workshop der Walservereinigung hat sie motiviert, ihre Lebensgeschichten in der Seewiser Mundart zu verfassen. Sie macht das für ihre Enkel, damit diese später noch wissen, wie ihr «Nani» gesprochen hat.

Anna Thöny, wohnt seit 65 Jahren in Seewis
Bildlegende: Anna Thöny: Will eine Mundart-Biografie für ihre Enkel schreiben

Seewis liegt auf einer Sonnenterasse oberhalb von Grüsch. Der Seewiser Dialekt grenzt sich aber stark ab von den übrigen Prättigauer Dialekten. Es ist eine Mischung zwischen dem Walser-Deutsch - das die Walliser mitgebracht haben, die vor über 600 Jahren in Graubünden eingewandert sind - und der Rheintaler Mundart.

Das hat unter anderem damit zu tun, dass Seewis als eines der rätoromanisch-sprachigen Dörfer erst spät germanisiert wurde und die Seewiser früher über die «Fadära» ins Rheintal gewandert sind, um dort den Markt zu besuchen.

Redaktion: Susanne Sturzenegger