Literarischi Bärner Platte

So wie das Berner Festtagsgericht ist auch die berndeutsche Mundartliteratur üppig und vielfältig. Statt Rippli, Gnagi, Wurst, Speck und Sauerkraut gibt es in «Schnabelweid» Weber, Kurz, Imhof, Vögeli und Stalder.

Berner Platte
Bildlegende: Berner Platte Sandstein

Bruno Weber hat seit der Pensionierung als Maschineningenieur für «Radio Silbergrau» Texte aufgenommen und diese auch in Hörbüchern herausgegeben. «Wart schnäll» ist sein erstes Buch mit Kürzestgeschichten.

Alex Kurz, der Pfarrer in Rohrbach, spielt in der Freizeit in einer Rock-Band. In seinem neuen Mundart-Band «Ds Grosse im Chlyne» erzählt er kleine Alltagsgeschichten zum Staunen und zum Schmunzeln.

Peter Imhof gibt sich in seinem dritten Buch erneut eine thematische Vorgabe. Seine neuen Geschichten drehen sich um die «Senseflüe». Der wildromantische Grenzfluss zwischen Bern und Freiburg bietet zahlreichen Figuren und Naturphänomenen eine Heimat.

Ilse Vögeli berichtet in ihrer Oberemmentaler Mundart von Kindheitserlebnissen und ihren Reisen nach Paris und Venedig. «E Nacht z Venedig» heisst das neue Buch mit Geschichten vom Dorf, von Freuden und Sorgen in den1950er-Jahren.

Hans Stalder erzählt in «Bäärnerplatte» die Geschichte von drei Emmentaler Burschen, die 1798 in den Krieg mit Frankreich hineingerissen werden. Der Berner General von Erlach ist so begeistert von ihren Bernerplatten, dass er sie zu seinen Stabsköchen macht.

Redaktion: Susanne Sturzenegger, Markus Gasser, Christian Schmutz