Mundart für Bühne, Gedicht und Roman

Mundartautoren treten an den Solothurner Literaturtagen nur selten auf. Mundart ist als Literatursprache noch keine Selbstverständlichkeit. Dabei vermag die Alltagssprache in literarischen Texten Authentizität und Nähe zu schaffen. Aber ist das überhaupt erwünscht?

Veranstaltungsort «Cantina» in Solothurn
Bildlegende: Veranstaltungsort «Cantina» in Solothurn SRF / Matthias Willi

In der Schnabelweid ist eine Gesprächsrunde mit Lesungs- und Showelementen von Autoren zu hören. Diese ist am letzten Sonntag an den Solothurner Literaturtagen aufgenommen worden.

Mundart-Altstar Ernst Burren, der Mundart-Rapper und Standarddeutsch-Schreiber Pino Dietiker sowie Daniela Dill, die in beiden Schubladen sitzt, sprechen über das ständige Hin und Her beim Texten. Wann oder für welche Zwecke wählen sie das Register Hochdeutsch, wann Mundart? Hat sich das über die Jahrzehnte verändert? Und denken die Autoren beim Schreiben bereits an eine Präsentation auf der Bühne?

Eine Stunde mit Live-Charakter vor Publikum; in Solothurn geleitet von Monika Schärer.

TIPPS zu Mundartsendungen dieser Woche:
Ernst Burren: No einisch uf d Maledive. Mundarttexte. Cosmos Verlag 2014.
Daniela Dill: Herz Rhythmus Störungen. Slam Texte. Edition Baes 2012.
Viktor Schobinger: Gält, macht und liebi gäg de Ääschme. Züri-Krimi 29. Schobinger-Verlag 2018.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Christian Schmutz