«Querfeldeins» durch die Innerschweizer Dialektlandschaft

Rund um den Vierwaldstättersee wandert SRF1 mit Moderator Reto Scherrer, durch Obwalden, Nidwalden, Uri, Schwyz und Zug bis in die Region Luzern.

Auch die Schnabelweid wandert rund um den Vierwaldstättersee (Bild: Keystone)
Bildlegende: Auch die Schnabelweid wandert rund um den Vierwaldstättersee (Bild: Keystone) Keystone
Sechs Kulturen - sechs Dialekte
 
Auf engem Raum unterscheiden sich die Mundarten der Zentralschweiz teilweise enorm: Im Urnerland, in Teilen des Kantons Schwyz und in Ob- und Nidwalden haben wir starke Spuren des Höchstalemannischen, der typisch alpinen Mundarten. Aber dennoch unterscheiden sie sich deutlich: Vom Lungerer «giot» für gut über das Stanser «Huis» für Haus zum Urner «scheene Tagg» für schönen Tag und zum Schwyzer «Schtrouss» für Strasse.
 
Klein, aber uneinheitlich: Zuger Dialekt
 
Zug dagegen hat trotz seiner Kleinheit einen sehr heterogenen Dialekt und ist schwierig zu identifizieren. Weil es in einer sprachlichen Übergangsregion liegt: In der Stadt Zug «schnyyts uf d Stròòss», in Cham «schneits uf d Stròòss», in Ägeri «schnyyts uf d Straass» und in Baar «schneits uf d Straass». 
 
Z «Lozärn» säit niemer me «rüüdig»
 
Ähnlich vielfältig klingt es im Kanton Luzern. Typisch sind hier immerhin die gesenkten Vokale «i» und «u»: «mer gönd of Lozärn». Und natürlich das Erkennungswort «rüüdig», das dem Vernehmen nach zusehends am Verschwinden ist.
 
Aus allen Etappen berichtet «Querfeldeins» im Laufe der Woche von den sprachlichen und kulturellen Eigenheiten. Und die Schnabelweid versammelt diese Beiträge.

Moderation: Joëlle Beeler, Redaktion: Markus Gasser