«Schmunzelgschichte us em Schwarzbuebeland» von Walter Studer

Der 88jährige Breitenbacher Walter Studer ist ein äusserst vielseitiger Mensch. Von Beruf ist er Ingenieur, dazu auch Erfinder, Reporter, Fotograf, Maler und bildender Künstler, Sammler und Autor.

Walter Studer
Bildlegende: Walter Studer zvg

In zwei Bänden hat er sogenannte «Schmunzelgeschichten» oder «Müschterli», wie man sie auch nennt, herausgegeben: Kurze, wahre Begebenheiten aus dem Leben der Menschen im Schwarzbubenland und im Laufental. Geschichtchen, die man sich beim Schwatz oder in der Beiz erzählt oder von den Betroffenen erzählt bekommt. Meistens mit einer einfachen Pointe, die zwar kein schallendes Gelächter provoziert, aber für ein Schmunzeln reicht es. Walter Studer hat unzählige solche Geschichten gesammelt und mit seinen Publikationen die Erinnerung an viele Dorforiginale, die längst gestorben sind, wach gehalten.

Bräitebacherdütsche Diefsinn
«Durch Nacht zum Tag» - so heissen zwei Gedichtbände von Walter Studer, einer mit hochdeutschen, einer mit Mundartgedichten. Auch hier zeigt sich der Generalist: Von Heimat, Liebe, Sprache, Liebe, Jahreslauf und Natur, Liebe, Werden, Vergehen und Liebe handeln seine Gedichte. Manchmal sind sie an Kürze und «Träfheit» kaum zu überbieten: «Loderä - Muderä - Moderä» (etwa: «Brennen - Kränkeln - Verwesen», die Kürzestversion eines Lebenslaufs). Manchmal sind die Gedichte schmachtend, manchmal ratgebend, manchmal heimatverherrlichend, manchmal schalkhaft. Insgesamt vielseitig, wie ihr Autor.

Buchtipp

  • Walter Studer: Durch Nacht zum Tag. Gedichte aus dem Schwarzbubenland. Band 2. Mundart. swiboo.ch
  • Walter Studer: Laufentaler und Thiersteiner Schmunzelgeschichten. Band 2. Buchverlag Basler Zeitung.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Markus Gasser