Zirkussymphonie

Die «Zirkussymphonie» ist ein Zyklus von fünf berndeutschen Kurzgeschichten. Darin geraten die Menschen in alltägliche, aber zugleich äusserst verquere Situationen.

Spielt in der «Zirkussymphonie» den Bass wie eine zweite Erzählstimme: Michael Pfeuti.
Bildlegende: Spielt in der «Zirkussymphonie» den Bass wie eine zweite Erzählstimme: Michael Pfeuti. Heiner Grieder

Till Löffler hat aus Guy Krnetas Textvorlage «Zirkussymphonie» ein Musikstück komponiert. Michael Pfeuti spielt den Kontrabass.

Während einer Abdankung in der Kirche klingelt ewig das Handy der trauernden Witwe. Als sie später nachschaut, sieht sie, dass der Anruf vom Handy ihres verstorbenen Mannes kam. 

Ein Gutnachtkuss für einen fremden Jungen
Oder: Ein Mann wartet auf seine neue Bekanntschaft - in ihrer Wohnung. Mit ihrem Sohn, den er noch nie gesehen hat. Der Mann hilft dem Sohn bei den Hausaufgaben, erzählt Gutenachtgeschichten und gibt am Ende sogar einen Gutenachtkuss. Alles ist folgerichtig, aber auch sehr seltsam. Die Kurzgeschichten der «Zirkussymphonie» gehören zusammen, dennoch ergeben sie keine fertige Erzählung. Fünf Lebensgeschichten überkreuzen sich vielfältig, aber am Ende nicht logisch.

Eine Symphonie für Erzählstimme und Kontrabass
Der Komponist Till Löffler hat mit diesem Text ein Musikstück für Erzähler und Kontrabass komponiert. In der Schnabelweid ist das ganze Werk zu hören. Michael Pfeuti spielt humorvoll und feinsinnig die Bassstimme, Guy Krneta treibt die Erzählung ruhig, aber eindringlich weiter zu ihrem Ende. Wobei das Ende auch der Anfang sein könnte, aber eben doch nicht ganz!

Umkehrti Täler von Guy Krneta, Cosmos Verlag
Limmatblüten von Fritz Herti, Huber Verlag

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Markus Gasser