«Es gibt kein Zurück, willkommen in der Zukunft!»

Ein böser Reigen erschröcklich schönen Schreckmümpfeli zum Jahresende.

Schreckmümpfelis in dieser «heiligen» Zeit? Ein Sakrileg? Mitnichten! Wissen Sie noch, was die Rauh-, die Rauch- oder Zwölfnächte sind? War da nicht etwas bei Shakespeare? Genau. Bei Gerhard Hauptmann? Stimmt. Es sind die Nächte vom 25. Dezember bis zum 6. Januar, die Zeit der Hexen und Magier, der Geister, der Werwölfe und Kobolde, die Zeit der Wilden Heere, der verlorenen Seelen, die hohe Zeit des Aberglaubens. Die Eskalation des Kampfes: Bös gegen Gut. Wie schrieb doch Edith Bussmann, die Erfinderin der «Schreckmümpfeli»?«In einer Zeit, wo der Himmel viel von seiner Unendlichkeit eingebüsst hat, wo der Mond samt seiner Poesie mit Füssen be- und getreten wird, wo ferngesteuerte Ungeheuer, computeranimierte Gruselfilme unsere Phantasie beengen, wird die Flucht zur Notwendigkeit. Die Flucht in eine Welt, wo die Summe der Zufälle kein Zufall bleibt, wo Dinge geschehen, die jeden Computer aus der Fassung bringen, wo das Unaussprechliche, das Unvorstellbare sich zu erlösenden, erlebbaren Räumen formt. Also tauchen wir ein in diese Räume, die uns befreien, anregen und beruhigen, weil sie uns ihre letzten Geheimnisse nicht preisgeben.» 

Redaktion: Buschi Luginbühl

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