«Dahinden vor 500 Jahren» vom 21.7.2017

Folge 1

Ein Knappe reicht dem Herrn im Kampf die Waffen - und zwar sofort! Sabine Dahinden erlebt das beim Ritterturnier im zürcherischen Hinwil. Sie gräbt mit Archäologen unter dem Basler Barfüsserplatz nach Skeletten und sie erfährt, dass im 16. Jahrhundert Menschenfleisch als Heilmittel galt.

Stark, gesund, potent dank Menschenfleisch

Mit Schaudern erfährt Sabine Dahinden, dass manche Leute vor fünfhundert Jahren glaubten, Menschenfleisch mache stark, gesund und potent zu sein. Überhaupt waren Krankheit und Tod im Alltag stark präsent. Unter dem Basler Barfüsserplatz wurden Dutzende von Menschen in aller Eile bestattet. Nun versuchen Archäologen herauszufinden, ob sie einer Seuche zum Opfer gefallen sind. "Am meisten berühren mich die Kinderleichen", sagt Anthropologin Cornelia Alder.

Die geheime Kraft der Pflanzen

Im Mittelalter versuchten Alchimisten, ein Allheilmittel zu finden und unedles Metall in Gold zu verwandeln. Sabine Dahinden trifft im Jura einen Mann, der sich als Nachfolger des mittelalterlichen Arztes Paracelsus sieht und sich mit Heilpflanzen befasst. Patrick Baumann ist davon überzeugt, dass die Pflanzen eine Seele haben.

Ritterlicher Kampf im 21.Jahrhundert

Wer im Mittelalter Ritter werden wollte, musste sich viele Jahre lang als Knappe bewähren. Sabine Dahinden dient dem Turnierreiter Hans Pecovnik, der sich im zürcherischen Hinwil in den Kampf stürzt und hilft der modernen Rüstungsschmiedin Franziska Kiefer im bernischen Rüeschegg bei der Arbeit.

dahs