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Schweiz aktuell Ticino Sportivo

Unsere Fussballnationalmannschaft ist derzeit zu Gast im Tessin. In Lugano absolviert das Team sein Vorbereitungslager zur Fussball WM in Russland. Kein Zufall.

Logo "Ticino Sportivo" Schriftzug - im Hintergrund Berge Himmel und Wolken
Legende: SRF

Das Tessin ist einer der polysportivsten Kantone der Schweiz. Beispiel Rudern: Der «Club Canottieri Lugano» ist einer der traditionsreichsten Sportvereine im Tessin. Seit 1912 paddeln sich Luganesi unter der Flagge des Vereins fit. Zwischenzeitlich hatte das Interesse der Jugendlichen am Rudersport etwas nachgelassen. Doch dann kam Paola Grizzetti. Die ehemalige Spitzenruderin aus Italien wurde vor 3 Jahren Trainerin des Clubs. In kurzer Zeit vervierfachte sich die Zahl der aktiven Jugendlichen – von 15 auf 70. «Rudern ist ein einzigartiger Sport, die Jugendlichen müssen lernen, sich im Team aber auch für sich alleine durchzusetzen,» sagt Grizzetti.

Das gilt auch für den Frauenfussball. Der FC Lugano Femminile ist der stärkste Tessiner Club im Frauenfussball. Die Damen müssen immer noch um Anerkennung kämpfen. «Wir werden immer noch belächelt,» sagt die Spitzenspielerin Sara Tonelli. Das Publikum ist spärlich. Der Sportdirektor will das ändern und mehr Frauen in die Mannschaftsführung berufen. «Aber dies erweist sich als sehr schwierig,» sagt Renato Belotti.

Nachwuchssorgen hat der Velo Club Monte Tamaro keine. In den Trainings wimmelt es nur so von talentierten Jugendlichen. Der Sport fordert nicht nur den Jungen alles ab, sondern auch den Eltern. Im Autokanton bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihre Kinder kilometerweit zu den Rennen zu fahren. «Wir haben hier im Tessin einfach zu wenige Velowege,» sagt der Präsident Marzio Cattani.

Auch im Wasserball nimmt das Tessin seit jeher eine führende Rolle ein. Das Charisma der Spitzenmannschaft aus Lugano strahlt weit über die Stadtgrenzen hinaus. Doch der Club hat ein Problem. Im Gegensatz zur Deutschschweiz gelang es im Tessin nie, eine schlagkräftige Damenmannschaft aufzubauen. «Wir haben alles versucht,» sagt der Verantwortliche Gianfranco Salvati. «Keine Ahnung, weshalb es nicht geklappt hat.»

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