Brot und Steine

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Eine Tierfabrik will der Widimattbauer nicht betreiben. Dazu aber scheint er genötigt, nachdem man ihm ein grosses Stück Pachtland gekündigt hat. Aufgeben also? Von einem bösen Handel, der für einmal ein gutes Ende nimmt, erzählt Mark M. Rissi in seinem Spielfilm «Brot und Steine».

Im emmentalischen Breitiwil geht die Welt aus den Fugen. Ein Grosskonzern möchte expandieren und sucht darum Bauland. Der Bodenbauer (Walo Lüönd), der seine Schweinemast als Grossbetrieb eingerichtet hat und jetzt in finanziellen Schwierigkeiten steckt, will den benötigten Boden verkaufen. Darum kündigt er dem jungen Widimattbauern (Henrik Rhyn) eine Pacht auf. Ohne das zusätzliche Land aber kann der Jungbauer, der seinen Hof zusammen mit seiner Mutter (Liselotte Pulver) betreibt, nicht mehr in traditioneller Weise weiterbewirtschaften. Zum blossen Fleischfabrikanten aber will er sich nicht machen lassen. Da gibt er schon lieber den Betrieb ganz auf.

Noch aber sind nicht alle Würfel gefallen: Auf seine Seite stellen sich neben anderen die Veterinärstudentin Ursula (Beatrice Kessler), die ihr Praktikum in Breitiwil absolviert, und Doktor Steiner (Sigfrit Steiner), ein Tierarzt von altem Schrot und Korn. Die Wende zum Guten aber kommt erst, als auch der Sohn des Bodenbauern die Liebe zum traditionellen Bauerntum wiederentdeckt. Ohne die Einwilligung des künftigen Erben nämlich kann der Vater gar nicht verkaufen.

Als Jungbäuerin hat Lilo Pulver Mitte der 1950er-Jahre in «Uli der Knecht» und «Uli der Pächter» Triumphe gefeiert. Als Bauernmutter kam sie 1979 im Spielfilm «Brot und Steine» nach vielen und verschiedensten Rollen in fremden Diensten zum Schweizer Filmschaffen zurück. Ihr zur Seite standen Schweizer Charakterdarsteller wie Walo Lüönd und Sigfrit Steiner.