Das Fräuleinwunder

Video «Das Fräuleinwunder» abspielen
Video nicht mehr verfügbar

Für die alleinstehende Sankt Galler Spitzen-Millionärin Frida Borel (Stéphanie Glaser) geht ein Wunsch in Erfüllung - allerdings nicht ihr eigener. Folgsam schluckt das betagte Fräulein eine bittere Pille aus dem Nachlass ihres längst verstorbenen Vaters und ist fortan wieder jung (Mona Petri).

Frida Borel (Stéphanie Glaser), Millionenerbin eines Sankt Galler Textilvermögens, wird 80 Jahre alt. Doch zum Feiern ist ihr nicht zumute. Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich.
Der Notar der Familie (Peter Wyssbrod) händigt Frida ein uraltes Holzkistchen aus der Hinterlassenschaft ihres früh verstorbenen Vaters aus. Als Missionsarzt war der spätere Patron Doktor Louis Borel in jungen Jahren auf der ganzen Welt herumgekommen. Die geheimnisvolle Pille im Holzkistchen, ein Mitbringsel von einer seiner Reisen nach Papua-Neuguinea, soll angeblich von den Gebrechen und der Tristesse des Alters erlösen.
Als gehorsame Tochter, die ausserdem nichts zu verlieren hat - da unverheiratet und kinderlos geblieben - schluckt Frida die undefinierbare und unförmige Arznei. Die Wirkung ist ebenso überraschend wie durchschlagend: Das alte Fräulein Borel wird äusserlich wieder jung, im Kopf bleibt sie aber ganz die Alte. Doch wer glaubt schon einer 20-Jährigen, die behauptet, 80 zu sein?
Aus der psychiatrischen Klinik gelingt der jungen Frida (Mona Petri) zwar die Flucht, aber von nun an hat sie weder Identität noch Zugang zu Villa oder Bankkonto. Nicht einmal ihr langjähriger Gärtner Roman (Buddy Elias), zeitlebens ihr heimlicher Schwarm, erkennt Frida wieder. Sie steht plötzlich ganz allein da, ohne Dach über dem Kopf und mittellos.
Polizeilich gesucht, von Hunger und Existenzangst getrieben findet Frida ausgerechnet bei ihrer Grossnichte Mona (Lotti Happle) Unterschlupf, einer allein erziehenden Mutter, deren freiheitsliebenden Lebensstil Frida eigentlich immer verachtet hat. Die Rosenberg-Millionärin, die ihr ganzes Leben lang bedient wurde, muss nun unter neuem Namen - Ida Froideveaux - wie ein ganz gewöhnlicher Mensch eine Arbeit suchen, während ihr Neffe Georg (Oscar Sales Bingisser) und dessen habgierige Frau Eva (Karin Pfammatter) über Leichen gehen würden, um an Fridas Vermögen zu kommen.