Das gespaltene Dorf

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Der Ingenieur Antoine hat Grosses vor: Von der französischen Agentur für die Entsorgung radioaktiver Abfälle (Aera) beauftragt, will er im beschaulichen französischen Dorf Saint-Lassou ein atomares Endlager errichten. Komödie vor umweltpolitischem Hintergrund mit Katja Riemann und Laurent Stocker.

Im Auftrag der Agentur für die Entsorgung radioaktiver Abfälle (Aera) wird Ingenieur Antoine Degas ins ländliche Saint-Lassou berufen. Dort ist er mit dem Bürgermeister verabredet, um - so denkt er - die Einzelheiten zum Bau des geplanten atomaren Endlagers zu besprechen.

Doch der Bürgermeister, den Antoine mit der Aussicht auf finanzielle Unterstützung durch das Département und der Schaffung neuer Arbeitsplätze problemlos zu ködern geglaubt hat, ist weder ein Mann noch an Geld interessiert - sondern die resolute Umweltschützerin und Atomkraftgegnerin Anna. Mit grossangelegten Protestaktionen versucht sie, die Dorfbewohner gegen das Projekt der Aera zu mobilisieren.

Aber allen Anstrengungen zum Trotz gelingt es dem charmanten Antoine, die Einheimischen nach und nach auf seine Seite zu ziehen. Er verspricht Geld für das benötigte Land und eine florierende Wirtschaft für Saint-Lassou durch den Bau des Endlagers. Selbst Annas Mann Florian kann er für sein Vorhaben gewinnen. Doch Anna, die sogar die deutsche Staatsbürgerschaft aufgegeben hat, um aus Saint-Lassou ein ökologisches, autonomes Dorf zu machen, lässt nichts unversucht, um den Atommüll aus der kleinen Gemeinde fernzuhalten, koste es, was es wolle.
Mit Witz und Charme behandelt Regisseur Gabriel Le Bomin in «Das gespaltene Dorf» das umweltpolitisch brisante Thema Atommüllentsorgung.