Der 42. Himmel

Turbulente Tage im Leben des Stadthausangestellten Wendelin Pfannenstiel. Erst wird er zum Trauungsbeamten befördert, dann soll er auch noch Millionen erben. Kurt Früh erzählt davon in seinem musikalischen Spielfilm «Der 42. Himmel», den er Walter Roderer auf den Leib geschrieben hat.

Wendelin Pfannenstiel (Walter Roderer) sitzt im Stadthaus von Niemalsingen hinter dem Empfang. Souverän weist er jeden Bittsteller ins richtige Büro. Heimlich aber träumt er davon, Trauungsbeamter zu sein. Und sein stiller Wunsch geht über Nacht in Erfüllung, als er vom amtsmüden Trautwein (Heinrich Gretler) unerwartet zum Nachfolger befördert wird.

Buhlen um die Angebetete

Doch bald schon steht er vor einem Bräutigam, der sein Ja nicht herausbringt und die Szene ebenso fluchtartig wie unverheiratet verlässt. Wendelin versucht, die Braut Julia (Elvira Schalcher) zu trösten und verliebt sich dabei unsterblich in die schöne Verschmähte. Darum lässt, als das Paar zu einem weiteren Versuch antritt, der Zivilstandsbeamte seinerseits die Zeremonie platzen und buhlt um seine Angebetete. Dabei unterstützt ihn sein Freund Alfons (Ruedi Walter).

Inzwischen spricht sich allerdings herum, dass Wendelin von einem unbekannten Australier Millionen erben soll. Das erhöht seine Chancen bei Julia. Doch nur um des Geldes willen will er nicht geheiratet werden. Das Schicksal hilft Wendelin auf seine Weise: Es bringt ihn wieder hinter den Schalter, aber dafür zu einem Happy End.

Walter Roderer überzeugt auch als Sänger

Kurt Früh hat beim musikalischen Lustspiel «Der 42. Himmel» nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben. Unterstützt wurde er dabei vom damals ungeheuer populären Radiomann Hans Hausmann. Werner Kruse und Hans Möckel schrieben die Musik. Und Walter Roderer überzeugte nicht nur als biederer Kleinbürger von Format, sondern erwies sich auch noch als des Singens kundig.

Positiv erstaunt hielt denn auch die «Neue Zürcher Zeitung» fest: «Es gibt die Gestalt Wendelin Pfannenstiels, die Walter Roderer mit einer gewissen Feinheit des Humors zu zeichnen weiss, mit einer Behutsamkeit, die ihn beinahe in die Zone der Charakterkomik bringt.»

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