Der letzte Weynfeldt

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Adrian Weynfeldt, Mitte 50, Junggeselle, wohlhabend, begegnet einer geheimnisvollen Frau. Er wird verführt, erpresst, belogen, geliebt. Nach dem Roman des Bestsellerautors Martin Suter.

Adrian Weynfeldt (Stefan Kurt) stammt aus einer wohlhabenden Familie, ist Experte für Schweizer Kunst, Mitte 50 und Junggeselle. Seine von den Schuhen bis zum Schlafanzug massgeschneiderte Welt besteht aus einer überschaubaren Zahl an kontrollierbaren Beziehungen und immer gleichen Tagesabläufen.

Doch eines Abends treibt ihn das Fehlen einer Olive für seinen Dry Martini aus der Wohnung in eine nahe gelegene Bar. Dort begegnet er einer schönen Frau (Marie Bäumer), deren direkter Art und ungeschliffenem Charme er sich nicht entziehen kann. Entgegen seinen Gepflogenheiten nimmt er Lorena mit nach Hause.

Ein unmöglicher Gefallen

Am nächsten Morgen steht sie ausserhalb der Balkonbrüstung und will hinunterspringen. Dem ungelenken Weynfeldt gelingt es, sie von ihrem Vorhaben abzuhalten. Von nun an macht Lorena ihn für ihr Leben verantwortlich und verleitet ihn dazu, ihr mehrfach aus finanziellen Engpässen zu helfen. So beginnt er, ihre Schulden bei einem Mann namens Pedroni (Nicholas Ofczarek) zu begleichen, von dem Lorena angibt, er sei ein Geldeintreiber.

Dann bittet sein alter Freund Doktor Baier (Vadim Glowna) ihn um einen unmöglichen Gefallen. Weynfeldt soll eine Fälschung des Gemäldes «Le Salamandre» von Félix Vallotton zur Auktion freigeben. Doch was hat Lorena damit zu tun? Und wird Weynfeldt, der bisher mit dem Fälscher- und Erpressermilieu nichts am Hut hatte, der Versuchung widerstehen?

Erster Film im Heimatland

Bei der Literaturverfilmung «Der letzte Weynfeldt» führte der junge Schweizer Regisseur Alain Gsponer Regie. Er hat seine Affinität zu den Romanen von Martin Suter bereits mit der Literaturverfilmung «Lila Lila» unter Beweis gestellt. Für das Drehbuch zeichnet Alexander Buresch verantwortlich, den eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Alain Gsponer verbindet. Gsponer ist in Schinznach-Bad im Aargau aufgewachsen und studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er hat sich mit der rasanten Tragikomödie «Rose» und dem berührenden Familiendrama «Das wahre Leben» einen Namen gemacht.

Für den erstgenannten Film gewann er den deutschen Fernsehpreis 2007 in der Kategorie Bester Film, für letzteren erhielt er den MFG-Star Baden-Baden, den Preis der deutschen Filmkritik für das beste Drehbuch und den Adolf-Grimme-Preis. «Der letzte Weynfeldt» ist der erste Film, den Alain Gsponer in seinem Heimatland realisiert hat.