Füür oder Flamme

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Tina kann sich im Leben nicht entscheiden. Bis das Leben für sie entscheidet: Sie wird über Nacht ein Star - und schwanger. Aber von wem? Manchmal sind zwei halbe Väter mehr als ein ganzer. SRF Schweizer Filmkomödie aus dem Jahr 2002.

Tina Müller (Mona Fueter) ist jung, Schauspielerin - und arbeitslos. Ihr Alltag besteht aus Klinkenputzen. Mitten im lebhaften Zürcher Szene-Stadtteil Westend hastet sie unermüdlich von Casting zu Casting. Abends serviert sie in einem In-Restaurant, um finanziell nicht von ihren beiden Liebhabern abhängig zu sein. Diese wissen (noch) nichts voneinander: Heinz (Stefan Gubser), geschieden und Vater eines Sohnes, leitet eine gutgehende Werbeagentur; Olaf (Manuel Löwensberg), der Heinz' Sohn sein könnte, lebt in einer Loft, macht Musik und ist nebenbei der kreativste Pizza-Kurier der Stadt. Und wenn sie ihre Wohnpartnerin und beste Freundin Yolanda (Liv Tullia) auch noch sosehr dazu drängt: Tina kann sich einfach nicht entscheiden.
Die Tatsache, dass Tina - fast wie in Hollywood - über Nacht zum Star der TV-Soap "Flammende Herzen" wird, und andere Umstände machen ihr Leben nicht gerade leichter: Sie wird schwanger! Und das, obwohl ihr der Frauenarzt vor kurzem schonend beigebracht hat, dass sie nie Kinder werde kriegen können. Doch wer ist der Vater? Heinz, dem schon einmal die Arbeit wichtiger war als die Familie - oder Olaf, der noch selber ein halbes Kind ist? Sie lässt vorerst beide im Glauben, der einzige, der richtige Vater zu sein.
Auch der ihr wohlgesonnenen Produzentin Gret (Barbara-Magdalena Ahren) verheimlicht Tina ihre Schwangerschaft so lange es geht - aus Angst, aus der Serie geschrieben zu werden. Ein Moment, auf den Regisseur Albert (Roeland Wiesnekker) nur wartet, denn er findet Tina eine schlichte Fehlbesetzung. Am liebsten würde er ihre Figur ‚Sara' in der Soap Selbstmord begehen lassen - wenn sie nur nicht immer erfolgreicher würde! Kind und Karriere? Für eine Powerfrau wie Sara kein Problem. Das Publikum ist begeistert.
Aber Tina wäre nicht Tina, wenn sie für das grosse Reinemachen nicht bis zum denkbar ungünstigsten Augenblick warten würde.
Die Romantic Comedy aus der Feder von Domenico Blass ("Ernstfall in Havanna") und Peter Luisi war die zehnte Produktion aus der Reihe "Fernsehfilme SF DRS". Sie widerspiegelt auf sommerlich-leichte Weise das Lebensgefühl und die Beziehungen heutiger Menschen in einem urbanen, vom Überfluss privater und beruflicher Möglichkeiten geprägten Umfeld. Gedreht wurde deshalb vor allem im Westen der Stadt Zürich. Dort hat sich in einer Rekordzeit von wenigen Jahren aus einem ehemaligen Industriequartier ein lebhaft pulsierendes Kultur- und Vergnügungsviertel entwickelt.
Für Regisseur Markus Fischer und Mona Fueter ist "Füür oder Flamme" bereits die zweite Zusammenarbeit in einem Fernsehfilm von SF DRS nach "Big Deal". In zwei weiteren Hauptrollen spielen neben Stefan Gubser die beiden Newcomer Manuel Löwensberg und Liv Tullia. Eine Premiere in eigener Sache feiert Kurt Aeschbacher: Der bekannte TV-Moderator spielt zum ersten Mal überhaupt eine kleine Rolle in einem (Fernseh-)Film - sich selbst.
Buch: Domenico Blass, Peter Luisi. Regie: Markus Fischer. Kamera: Reinhard Schatzmann. Schnitt: Bernhard Lehner. Musik: Benjamin Fueter, Fabian Sturzenegger. Darsteller: Mona Fueter (Tina Müller), Stefan Gubser (Heinz Bachmann), Manuel Löwensberg (Olaf Mettler), Liv Tullia (Jolanda Bolt), Barbara-Magdalena Ahren (Gret, Produzentin), Roeland Wiesnekker (Albert, Regisseur), Hanspeter Müller (André, Maskenbildner), Ludwig Boettger (Wuttke), Alexander Seibt (Wiebke), Kurt Aeschbacher (Kurt Aeschbacher), Beat Schlatter (Beat Schlatter) u.a.
CH 2002; Produktion: C-Films AG Zürich, Peter-Christian Fueter, in Koproduktion mit SF DRS. Redaktion: Stefan Hoffmann. Länge: 85 Minuten. Schweizerdeutsche Originalfassung. 16:9 Format. Erstausstrahlung: 8. Dezember 2002.