HD-Soldat Läppli

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HD-Soldat Läppli handelt ohne Argwohn, wirkt leicht vertrottelt, ist eine liebenswert-einfältige Seele und schafft in harmloser Naivität immer wieder eine Situation, die über die Tücke des Zufalls oder den sturen Militarismus lachen lässt. Regie Alfred Rasser.

Generalmobilmachung 1939: Der tollpatschige Lebensmittelverkäufer Theophil Läppli (Alfred Rasser) wird irrtümlich wegen antimilitärischer Reden inhaftiert. Deshalb kommt er zu spät auf den Mobilmachungsplatz, wo man ihn aber wegen seiner mitgebrachten Federdecke und seinem lockeren Mundwerk sogleich zum Psychiater abkommandiert. Die ratlosen Doktoren befördern den patriotisch veranlagten, äusserst geschwätzigen und offensichtlich leicht verrückten Füsilier zum Offiziersputz in eine Hilfsdienstkompanie. Und so landet HD Läppli in Schaffhausen, wo er dem welschen Oberleutnant Clermont (Bernard Junod) zugeteilt wird.

Läppli braucht nur wenige Stunden, um das Leben seines Vorgesetzten ins Chaos zu stürzen: Clermonts Kanarienvogel findet seinen Frieden im Maul der Hauskatze, die Vermieterin will klagen, weil Läppli mit dem Gewehr auf sie losgegangen ist, und Fräulein Alice Brodbeck (Editha Nordberg) lässt den jungen Offizier abblitzen, weil Läppli - zusammen mit seinem Freund Mislin (Otto Wiesely) - als Briefbote in Liebesdingen versagt. Clermont wird in den Jura versetzt und muss seinen Putz mitnehmen. Doch bereits im Zug treibt HD Läppli einen in Zivil reisenden Generalstabsoffizier auf die Palme und zieht dann auch noch die Notbremse.

Der Film «HD-Soldat Läppli» aus dem Jahr 1959 basiert auf einer Bühnenfigur, die der Schweizer Kabarettist und Schauspieler Alfred Rasser bereits 1945 kreiert hatte. Läppli handelt ohne Argwohn, wirkt leicht vertrottelt, ist eine liebenswert-einfältige Seele und schafft in harmloser Naivität immer wieder eine Situation, die über die Tücke des Zufalls oder den sturen Militarismus lachen lässt. Die Figur und der Film wurden deshalb von Generationen ins Herz geschlossen.