Kassettenliebe

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Der Heiratsvermittler Felix Stamm (Emil Steinberger) sucht mithilfe von Video-Kundenporträts die perfekten Partner. Der Junggeselle jongliert mit den katalogisierten Herzenswünschen, bis er auf die attraktive Röntgenschwester Regula trifft. Sie bringt Stamms geordneten Alltag durcheinander.

Im Mittelpunkt von «Kassettenliebe» steht das Partnerwahlinstitut Duogena, das – für die Zeit sehr fortschrittlich – nicht nur mit Computern arbeitet, sondern auch Videotechnik einsetzt: Als optische Visitenkarte wird von jedem Kunden im Duogena-Studio ein Videoporträt aufgezeichnet.

Ins beste Licht rücken

Die Aufgabe des 40-jährigen Junggesellen Felix Stamm (Emil Steinberger) als Duogena-Mitarbeiter ist es, sich mit den katalogisierten Herzenswünschen herumzuschlagen und die Klientinnen und Klienten so zurechtzurücken, dass sie der Kamera ihre Zipperchen und Macken, ihre Anliegen und Wünsche möglichst positiv formuliert erzählen. Dass unter all jenen, die über Video-Visitenkarte ins Eheglück zu gondeln gedenken, auch schwierige Fälle stecken, versteht sich von selbst.

Doch trotz gewisser Hürden gäbe es kaum Probleme in der wohlgeordneten Berufs- und Privatwelt von Felix, würde da nicht plötzlich die um zehn Jahre jüngere Röntgenschwester Regula Koller (Franziska Oehme) bei Duogena auftauchen: Sie konfrontiert ihn mit Ideen und Lebensformen, die ihm grundsätzlich fremd sind. Felix Stamms Leben gerät völlig durcheinander.

Zwischentöne und Seitenhiebe

Nach dem überwältigenden Erfolg von «Die Schweizermacher» war «Kassettenliebe» 1981 die zweite Zusammenarbeit von Emil Steinberger mit Regisseur Rolf Lyssy. Die Alltagskomödie glänzt mit feinen Zwischentönen und ironischen Seitenhieben auf die geheimen Wünsche und Lebensvorstellungen von Schweizer Kleinbürgern.