Margrit Rainer - D'Liebi macht eim riich

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Vor 100 Jahren, am 9. Februar 1914, wurde in Zürich Margrit Rainer geboren. Schweizer Radio und Fernsehen erinnert sich in verschiedenen Sendungen an die zur ihrer Zeit beliebteste und bis heute unvergessene Volksschauspielerin und Kabarettistin.

Die Hommage «D'Liebi macht eim riich» präsentiert einen Tour d'horizon durch die Karriere der grossen Volksschauspielerin Margrit Rainer. Sie hatte die Herzen des Publikums seit den späten 1930er-Jahren durch unzählige Rollen am Radio, auf der Bühne und im Film erobert.

Unvergessen sind auch ihre Auftritte im noch jungen Schweizer Fernsehen, wo sie in Unterhaltungssendungen, aber auch in Fernsehspielen mitwirkte. Unvergessen sind Theaterstücke wie «My Frau dr Chef» oder «D'Muetter wott nur s'Bescht» , Spielfilme wie «Bäckerei Zürrer», «Oberstadtgasse», «Geld und Geist» oder «Hinter den sieben Gleisen». Chansons à la «Alperose», «Lied der Köchin» und «Ja d'Liebi macht eim riich» entfalteten erst durch ihre Interpretation die ganze Kraft und Emotionalität.

Ehemalige Weggefährten, darunter Ines Torelli, Lukas Ammann und Stephanie Glaser, erzählen Anekdoten aus Rainers Leben. Und bei einem Probebesuch im Theater Rigiblick zeigt sich, dass die Faszination von Margrit Rainer bis in die Gegenwart reicht: Im Programm «Euse Rainer chönnt das au» interpretieren Christian J. Jenny und andere Zürcher Musiker Margrit Rainers Lieder neu.

Margrit Rainer erblickte am 9. Februar 1914 in Zürich das Licht der Welt. Nach einer Lehre als Fotolaborantin erhielt sie Schauspielunterricht. Nach ihren ersten Auftritten auf der Schweizerischen Volksbühne 1938 debütierte sie beim Cabaret Cornichon, wo sie bis 1950 wirkte. Ihren künstlerischen Durchbruch schaffte Margrit Rainer mit ihren Engagements an der Schweizerischen Landesausstellung 1939 und im Corso-Theater Zürich.

Ab 1951 bis zu ihrem Tod bildete sie mit Ruedi Walter ein populäres Duo. Die zu ihrer Zeit vermutlich beliebteste Deutschschweizer Volksschauspielerin verkörperte in Dialektstücken und zahlreichen Filmen, Hör- und Fernsehspielen vielfach die kleinbürgerliche Hausmutter. 1958 wurde sie für ihre Rolle im Spielfilm «Oberstadtgass» mit dem Filmpreis der Stadt Zürich geehrt. Margrit Rainer starb am 10. Februar 1982 in Zürich.