Menschen, die vorüberziehen

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Die Tochter eines Wanderzirkusdirektors verliebt sich in einen jungen Bauern und gerät darüber in einen Lebenskonflikt. SRF zeigt «Menschen, die vorüberziehen» aus dem Jahre 942 zur Erinnerung an Lukas Ammann, der am 3. Mai 2017 im Alter von 104 Jahren gestorben ist.

Der Kleinzirkus «Arena Komet» ist im Mittelland unterwegs. Bei der Anfahrt zum neuen Standort in einer kleinen Stadt gibt es Probleme. Ein Achsenbruch legt die Wagenkolonne lahm. Marina (Marion Cherbuliez), die Tochter von Direktor Horn (Adolf Manz), lässt ihr Pony grasen und verärgert damit die alte Bäuerin (Ellen Widmann) auf dem Bucherhof. Zum Glück tritt deren Sohn Hans (Willy Frey) dazwischen und schlichtet den harmlosen Streit. Am Abend zieht Marina erneut los und stiehlt auf demselben Hof einen Sack Heu für ihren Liebling. Die Bäuerin geht zur Polizei.

Der in seiner Ehre tief verletzte Zirkusdirektor muss eine Untersuchung über sich ergehen lassen, die zu allem Übel auch noch den Sack zutage fördert. Doch da sagt Hans, er habe Marina das Heu geschenkt. Die Notlüge wird zum Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft. Marina tritt auf dem Hof eine Lehre als Magd an, überwindet schliesslich gar die Abneigung der Bäuerin. Eine Heirat scheint sich anzubahnen. Doch dann, nach einem Jahr, kommt der Zirkus wieder in die Gegend. Direktor Horn stürzt bei einer Hochseilnummer tödlich ab. Und Marina kann nicht anders: Sie tritt in Vaters Fussstapfen.

Das poetisch dichte Werk von Mark Haufler wird getragen von packenden Bildern (Kamera: Harry Ringger) und hervorragenden Darstellern. Kinonostalgiker feiern hier ein Wiedersehen, unter anderem mit Emil Hegetschweiler, Lukas Ammann, Sigfgrit Steiner, Therese Giehse oder Rudolf Bernhard. Dem Film war ein beachtlicher Erfolg beschieden.

SRF 1 zeigt «Menschen, die vorüberziehen» zur Erinnerung an Lukas Ammann, der am 3. Mai 2017 mit 104 Jahren gestorben ist. Viele kennen den eleganten Schweizer noch aus seiner Paraderolle als Graf Yoster aus der Fernsehserie «Graf Yoster gibt sich die Ehre» (1967 bis 1977), doch hat Ammann sich vor allem auf der Bühne als Schauspieler, Regisseur, Kabarettist und Tänzer einen Namen gemacht und war in seinen 70 Berufsjahren in über 700 Rollen zu sehen.