Recycling Lily

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Mit kriminalistischem Eifer ist Müllinspektor Hansjörg Stähli hinter Abfallsündern her. In Lily, die nicht zu wenig, sondern zu viel recycelt, verliebt er sich. Lily ist ein Messie - und «Recycling Lily» eine romantische Komödie zwischen Güsel und Gerümpel.

Hansjörg Stähli (Bruno Cathomas) ist mit Leib und Seele Kehrichtinspektor. Peinlich genau ist er darauf bedacht, dass sich alle im herausgeputzten Städtchen an die Regeln der korrekten Abfallentsorgung halten - erst recht seit bekannt geworden ist, dass Stadtpräsident Bähler (Peter Jecklin) demnächst den Preis für den saubersten Ort der Schweiz entgegennehmen darf. Stähli hätte also allen Grund, auch ein bisschen stolz auf sich zu sein - wenn nicht wenige Wochen vor der Preisverleihung ein anonymer Abfallsünder damit anfangen würde, sein Unwesen zu treiben: auf dem Stadtgebiet wilde Deponien anzulegen. Mit geradezu kriminalistischem Spürsinn kommt Stähli diesem «Teddy» - benannt nach dessen Vorliebe für Schnupftabak - auf die Schliche.

«Teddy» ist ein zwölfjähriges Mädchen namens Emma (Luna Dutli). Stählis geordnetes Leben - er wohnt noch bei seiner ihn schikanierenden Mutter (Monica Gubser) - gerät aus den Fugen wie ein überfüllter Abfallsack. Er muss feststellen, dass Emma die Tochter von Lily ist. Und Lily (Johanna Bantzer) ist die Kellnerin im örtlichen Burger-Restaurant, wo Stähli immer seinen Tee mit zwei Portionen Crème bestellt. Denn er ist unsterblich in Lily verliebt. Sich ihr zu offenbaren wagt er aber nicht, denn dafür ist er viel zu schüchtern.

Aus heimlicher Liebe zur Mutter verschleiert Stähli Emmas Täterschaft, obschon Bähler ihn im Hinblick auf den grossen Tag der Preisverleihung unter Druck setzt und einen Schuldigen präsentiert haben möchte. Lily entgeht dadurch einer teuren Busse, wofür sie sich herzlich beim Müllinspektor bedankt. Von ihrem Lächeln verzaubert und ermutigt, beginnt Stähli Lily zu hofieren, doch sie weist ihn vehement zurück: Sie beide seien «nicht kompatibel».

Was Stähli nicht weiss: Emma hat nicht aus Langeweile, in Ermangelung anderer Hobbys, Abfall weggeworfen, sondern aus purer Verzweiflung. Lily ist nämlich ein Messie und hortet zu Hause Tonnen von Abfall und Gerümpel. Niemals darf der Müllinspektor das erfahren.