SOS Gletscherpilot

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Eine Bergsteigergruppe stürzt beim Abstieg von einem Walliser Gipfel in die Tiefe. Piper-Pilot Hermann Geiger soll helfen, doch schlechtes Wetter verzögert seinen Einsatz. SRF 1 zeigt «SOS Gletscherpilot» in der restaurierten Version in HD.

Der Walliser Gletscherpilot Hermann Geiger flog während vieler Jahre mit seiner einmotorigen Piper waghalsige Einsätze, um in Not geratene Bergsteiger in Sicherheit zu bringen. Im halbdokumentarischen Schweizer Spielfilm «SOS Gletscherpilot» spielt Geiger sich selber, Seite an Seite mit Stars wie Anne-Marie Blanc, Annemarie Düringer und Hannes Schmidhauser.

Gefahr für Bergsteiger

An einem Spätsommertag überfliegt Gletscherpilot Hermann Geiger (er spielt sich selber) einen Viertausender in den Walliser Alpen. Er beobachtet einen gewaltigen Gletscherabbruch. Mächtige Eisbrocken bleiben über klaffenden Spalten hängen; für Bergsteiger bedeuten sie Gefahr. Ohne Rücksicht auf die Bedrohung kraxeln anderntags drei Seilschaften durch diese Gletscherwelt.

Darunter ist der Arzt Gruber (Leopold Biberti), begleitet von seiner jüngeren Frau (Anne-Marie Blanc), ebenso ein junger Ingenieur namens Gisler (Robert Freitag) mit seiner Freundin Monica (Annemarie Düringer), ferner zwei leichtsinnige Burschen, Charly (Hannes Schmidhauser) und Roby (Helmut Förnbacher), Bergführer Perren (Robert Bichler) sowie der Engländer Puckle (Patrick Jordan), ein echter Sportsmann.

Vereinendes Unglück am Berg

Sie steigen zur Dent Blanche hinauf, geraten in Nebel und Unwetter. Die kleineren und grösseren Konflikte, die ihre Beziehungen während des Aufstiegs geprägt haben, sind plötzlich nichts mehr angesichts des Unglücks, das alle vereint: Doktor Gruber rutscht aus und reisst die andern mit in die Tiefe. Bergführer Perren und Puckle sind tot, Roby liegt ohnmächtig in einer Eisnische. Gruber, Gisler, Monica und Charly stürzen auf einen überhängenden Felsblock, der abzubrechen droht.

Frau Gruber, in einer Hütte zurückgeblieben, alarmiert die Bergführer im Tal. Eine Rettungsmannschaft steigt auf. Schlechtes Wetter hindert Hermann Geiger am Einsatz. Doch schliesslich wagt der Gletscherpilot in halsbrecherischer Landung sein Leben, um andere Menschenleben zu retten.

Dreh in grosser Höhe

Die Dreharbeiten für «SOS Gletscherpilot» - nach einer Idee von Filmproduzent Oscar Düby - fanden im Sommer 1958 statt. Um das Geschehen so wirklichkeitsgetreu wie möglich zu zeigen, wurde auf die üblichen Filmtricks verzichtet. Praktisch alle Szenen entstanden an Originalschauplätzen und teilweise in grosser Höhe, was für Schauspieler und Filmtechniker mit viel körperlichem Einsatz verbunden war.