Sternenberg

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Im Dorf Sternenberg soll die Schule geschlossen werden, weil Kinder fehlen. Da setzt sich ein aufmüpfiger Alter in die Schulbank und bringt die Behörden in Verlegenheit. SRF zeigt den Film aus dem Jahr 2004 zum Andenken an den 2015 verstorbenen Schauspieler Mathias Gnädinger.

Nach über dreissig Jahren Auslandaufenthalt kehrt Franz Engi in sein Heimatdorf zurück. Sternenberg hat sich nicht gross verändert, aber viele sind weggezogen. In der Primarschule gibt es nur noch acht Kinder. Als eines der Mädchen für längere Zeit ins Spital muss, kündet der Inspektor die Schliessung der Schule an. Das ist ein schlimmer Schlag für das kleine Dorf, denn wenn die Schule einmal geschlossen ist, werden auch kaum mehr junge Familien zuziehen - und über kurz oder lang wird es Sternenberg nicht mehr geben.

Franz (Mathias Gnädinger) ist schockiert - die Schule wird geschlossen und die Lehrerin verliert somit ihre Stelle. Das hat für ihn eine ganz besondere Bedeutung. Denn Franz hat ein Geheimnis: Die Lehrerin Eva Joos (Sara Capretti) ist seine Tochter. Nur traut er sich nicht, ihr zu sagen, dass er ihr Vater ist. Denn Eva betont immer wieder, ihr Vater sei ein «Arschloch» gewesen, der sich nie für seine Familie interessiert hat. Sie würde ihn nicht kennenlernen wollen, auch wenn sie könnte.

Um Eva zu helfen und ihr auf anderem Wege etwas näherzukommen, entschliesst sich Franz, die Schule zu retten - und zwar auf ungewöhnliche Weise: Er lässt sich als Schüler eintragen mit der Begründung, er habe als Kind nicht die volle Schulzeit absolviert. Er wolle jetzt sein «Recht auf Bildung» einfordern.

Der Trick scheint zu funktionieren. Nun ist die Mindestzahl der Schüler wieder erreicht, die es braucht, damit die Schule weiterhin finanziert wird. Franz geht zusammen mit den Kindern zur Schule. Und er kommt so auch Eva, die am Anfang sehr abweisend reagiert, immer näher. Doch bis er ihr sagen kann, wer er wirklich ist, muss noch viel geschehen.

»Sternenberg«- ursprünglich als Fernsehfilm konzipiert - wurde 2004 vom Verleiher Disney in die Schweizer Kinos gebracht. Die Komödie mit einem umwerfenden Mathias Gnädinger wurde mit 125 000 Zuschauerinnen und Zuschauern zu einem grossen Erfolg. Publikum und Kritiker waren gleichermassen begeistert. »Spritzig wie eine Komödie, romantisch wie ein Liebesfilm, rührend wie ein Melodram und hausbacken wie ein Heimatfilm« schrieb die «Berner Zeitung».