Strähl

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Polizist Strähl schlägt sich tagtäglich mit Kleindealern und Fixern herum und sieht darin keinen Sinn mehr - bis er die drogensüchtige Carol kennen lernt. Manuel Flurin Hendry gelang, durch das Milieu inspiriert, ein moderner urbaner Cop-Thriller, der dennoch unverschämt schweizerisch daherkommt.

Der Zürcher Drogenfahnder Herbert Strähl träumt von einem grossen Fang. Doch der einzige Fisch, den er zu fassen kriegt, ist der Piranha im Aquarium bei sich zuhause. Mühselig schlägt er sich mit Kleindealern und Fixern herum und wird zu allem Überdruss auch noch von seinen Kollegen Ruedi, Dani und Marco im Stich gelassen. Seine Einsamkeit und seine Sehnsucht nach Liebe versteckt Strähl hinter Wutanfällen, Aufputschmitteln und Geschrei, bis ihm schliesslich sein cholerisches Temperament zum Verhängnis wird: Bei einer Hausdurchsuchung stürzt ein Fixer aus dem Fenster. Strähl wird suspendiert. Und damit fangen seine Probleme erst richtig an.
Mit einem Mal findet sich Strähl der Gnade zweier Drogensüchtiger ausgeliefert: Der fussballvernarrte René und seine Freundin könnten ihn durch ihre Aussage entlasten. Strähls Überredungsversuche scheitern aber an Carols Sturheit. In seiner Verzweiflung überfällt er schliesslich den Kleindealer Beko und raubt dessen Heroinlager aus, um René und Carol gnädig zu stimmen. Bei dieser Gelegenheit rückt auch der grosse Fang in greifbare Nähe.
Der 2003 viel gelobte und mehrfach ausgezeichnete Kino-Erstling des Schweizer Regisseurs Manuel Flurin Hendry überzeugt durch die Echtheit der Dialoge (von den «Achtung, fertig, Charlie!»-Autoren Michael Sauter und David Keller) und die Besetzung.