Wintergast - TV-Premiere

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Inspiriert vom Schweizer Klassiker «Reisender Krieger» inszenierten Matthias Günter und Andreas Herzog den tragikomischen Selbstfindungstrip ihres Protagonisten als Entdeckungsreise durch eine Schweiz abseits der Zentren, wo es von schrägen Vögeln und palavernden Aussenseitern nur so wimmelt.

Vor fünf Jahren heimste der Zürcher Filmschulabgänger Stefan Keller (Andy Herzog) mit seinem Kurzfilm einen wichtigen Schweizer Filmpreis ein. Doch seitdem herrscht Stillstand. Das bestellte Skript zum Spielfilm-Debüt ist, trotz 2000 Seiten Notizen, nicht über den ersten Satz hinaus gediehen. Dies alles zum Verdruss von Produzentin Marion Bürki (Susann Rüdlinger), die mit Vertragsauflösung droht.

Neben der kreativen Blockade machen Keller aber auch noch andere Dinge zu schaffen: Er ist pleite und steht, weil der Mieter endlich Geld sehen will, kurz vor dem Rauswurf aus seiner schäbigen Bude. Stress machen auch der Vater (Emil Herzog), der dem Junior erbetene Geldspritze verweigert, und Freundin Christina (Sophie Hutter), die allmählich in Torschluss-Panik verfällt und jetzt eine Familie gründen will.

Um all diesen Verpflichtungen und Ansprüchen zu entfliehen, nimmt Stefan den Job eines anonymen Testers für Jugendherbergen an. In der Vorweihnachtszeit beginnt so eine Irrfahrt quer durch eine kalt verschneite Schweiz. Zufallsbekanntschaften in Herbergszimmer, Waschräumen, Kantinen, Gasthäusern, Diskotheken, Zügen, Bussen und Bahnhöfen fallen ihm in den Schoss wie reife Früchte, doch noch immer sucht Keller verzweifelt nach einer brauchbaren Geschichte in den 2000 Seiten seiner Drehbuch-Notizen.