Ziellos

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«Ziellos» ist ein ergreifendes Drama über einen Jugendlichen, der verzweifelt nach Halt und Orientierung sucht und dabei scheitert – mit fatalen Folgen für ihn und die Welt um ihn herum. Eine SRF Schweizer Film Premiere von Niklaus Hilber.

Video: Über den Film
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«Ziellos» erzählt vom 19jährigen Pascal (Joel Basman), einem notorischen Querschläger mit Null-Bock-Attitüde. Er lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter (Mona Petri) in einem Aussenquartier von Zürich. Nach abgebrochener Schreinerlehre jobbt er als Pizzakurier.

Eines Tages liegt der Marschbefehl für die RS im Briefkasten. Zähneknirschend rückt Pascal ein – und widersetzt sich von Beginn weg den Befehlen seines Vorgesetzten Oberwachtmeister Bodenmann (Marc Schmassmann). Doch der Kommandant des Korps, Oberst Zünd (Peter Jecklin), erkennt, dass es Pascal lediglich an einem Lebensziel fehlt, und fördert ihn entsprechend. Pascal lernt, was es heisst, Teamgeist zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen – und erfährt zum ersten Mal in seinem Leben wie es sich anfühlt, wenn ihm Anerkennung und Kameradschaft zuteil werden.

Nach der RS will Pascal seine abgebrochene Schreinerlehre zu Ende bringen und die schöne Studentin Leila (Tanja Lehmann) erobern, die er während der Zeit im Militär kennengelernt hat. Sein Neuanfang will ihm aber einfach nicht gelingen. Alle seine Bewerbungen für eine Lehrstelle werden aufgrund seiner schlechten Zeugnisse abgelehnt – niemand scheint ihm eine zweite Chance geben zu wollen. Das zehrt an seinem eben erst aufgebauten Selbstvertrauen, und als Leila für ein Semester ins Ausland studieren geht, droht er in ein tiefes Loch zu fallen. Schleichend kehren seine alten Verhaltensmuster zurück, die ihn schliesslich zu einer schrecklichen Tat treiben ...

Regisseur und Drehbuchautor Niklaus Hilber entwickelte die Geschichte von Pascal, nachdem er 2007 in der Zeitung über den «Fall Höngg» gelesen hatte, bei dem ein Rekrut an einer Bushaltestelle grundlos ein Mädchen mit seinem Sturmgewehr erschoss.

Hilber geht in «Ziellos» nicht auf diesen spezifischen Fall ein, ihn interessierte mehr die Frage, warum sich in der jüngeren Vergangenheit solche Fälle mehrten, wo Jugendliche ihre Ohnmacht und Frustration in Gewaltausbrüchen entladen. Der Film beschreibt mögliche Aspekte, Umstände und Stressfaktoren, denen Jugendliche in der heutigen Zeit häufig ausgesetzt sind und die in ungünstigen Konstellationen zu solchen Gewaltausbrüchen führen können. Ebenso werden Ansätze aufgezeigt, wie solch negativen Entwicklungen entgegengewirkt werden könnte. Am Schluss zwingt der Film den Zuschauer jedoch, eigene Erklärungen für das Unfassbare zu finden.