«afe» und «enfin» sind nicht verwandt

Das Mundartwort «afe» und das französische Wort «enfin» tönen ähnlich, verwandt sind sie aber trotzdem nicht miteinander. Während «afe» sich ursprünglich auf einen Anfang bezog, ging es bei «enfin» immer um das Ende.

Auf einer dunklen Schiefertafel steht das mit Kreide geschriebene Wort «enfin».
Bildlegende: Endlich! zvg

Die ursprüngliche Form von «afe» war «anfangig» oder «anfahends». Daraus entstanden sie Laut- oder Entwicklungsformen wie «affa», «afet», «afanget», «afenne» oder kurz «fangs».

Für alle Formen gibt das Schweizerdeutsche Wörterbuch vier Bedeutungen an: «für den Anfang, vorerst», «bis jetzt, bisher», «schon bald» oder «doch endlich».

«afe» hat also auch die Bedeutung von endlich, wenn man zum Beispiel sagt «jetz chunt er afe». Deshalb ist es mit der Zeit zu Überschneidungen gekommen von «afe» und dem französischen Wort «enfin», was «am Ende» bedeutet.

Moderation: Pia Kaeser, Redaktion: Christian Schmutz