Die Musters musterten die Truppen

Wir alle kennen ihn: Hans Muster aus der Mustergasse. Er taucht als Beispiel auf unterschiedlichen Formularen auf um zu zeigen, wo Name oder Adresse stehen sollten. Der Familienname Muster ist allerdings nicht frei erfunden, es gibt ihn tatsächlich.

Soldaten stehen in Tarnanzügen in Reih und Glied.
Bildlegende: Inspektion, beziehungsweise Musterung, bei der Entlassung von Armeeangehörigen. Keystone

«Mit dem Muster im Sinne einer Vorlage hat der Familienname nichts zu tun», erklärt Noldi Hammer vom Schweizerdeutschen Wörterbuch. Die Hauptbedeutung sei Truppenschau oder Musterung. Dazu gebe es auch das Verb mustern im Sinne von Truppenschau halten oder Truppen inspizieren.

Im Militär war der Musterer derjenige, der die wehrpflichtige Mannschaft im Waffen-Handwerk unterrichtete, also eine Art militärischer Unter-Instruktor.

Moderation: Joël Gilgen, Redaktion: Markus Gasser