«Siechestuude» und «Siecheguet»

In der Nähe vom Dorf Jenins (GR) gibt es ein Gebiet das «Siechestuude» heisst. Mit dem Ausdruck «Siech» ist ein kranker Mensch gemeint. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Spitäler nicht öffentlich finanziert. Darum waren sie auf Landbesitz angewiesen. Der Ertrag kam dem Siechenhaus zugute.

Alter kranker Mann sitzt vor einem Siechenhaus.
Bildlegende: Früher war mit «Siech» ein kranker Mensch gemeint. Heute braucht man das Wort nur noch als Schimpfwort. colourbox

In der Nähe der «Siechenstuude» befindet sich der Flurname «Siecheguet». Vermutlich war es ein Hof oder ein Stück Kulturland, das einem Siechenhaus gehört hat.

Moderation: Bea Schenk, Redaktion: Markus Gasser