«stöckle» – spielerisch trödeln

Mit Stöcken lässt sich wunderbar spielen. Sei es, dass man auf einem Stock etwas balanciert oder mit einem Gegenstand einen Stock treffen muss. Aus «stöckle» hat sich eine allgemeine Bedeutung für Spielen entwickelt. Und weil Spielen Zeit kostet, bekam «stöckle» die Bedeutung von «sich versuume».

Ein Mädchen und ein Knabe spielen im Wald mit Holzstöcken.
Bildlegende: Beim Spiel mit Stöcken lässt sich die Zeit wunderbar vergessen. colourbox

«Gschtöcklet» wird übrigens auch auf dem Nachhauseweg von der Schule. Ein hochemotionales Thema. Das merkt man daran, wie viele Ausdrücke es dafür in der Schweiz gibt. Unser Moderator Christian Salzmann fragte in der Sendung nach und erhielt entsprechend viele Emails:

Prättigau/Graubünden: umergööle
Basel Land: umeduudle, lauere
Glarus: tschörgälä
Sankt Gallen: umehogge, pämperlä, umeschtoore
Zürich: Umäplämpärlä, schnaaggä, trödle
Bern: trötschgälä, trudelä ,lamarsche, zaagge, schlärpälä und strielä, gniepen
Aargau: tampere, tänderle, döschele
Wallis: glingilu, sumprun
Obwalden: dampere
Freiburg: glünggele, tämbele, lamäschele, schlärpele, trötschgele
Aargau: trödle
Solothurn: schlämpälä
Thurgau: umeblööterle






Moderation: Christian Salzmann, Redaktion: Christian Schmutz