100 Jahre Pro Juventute

Pro Juventute kommt aus dem Lateinischen und bedeutet «Für die Jugend». Die Stiftung wurde im November 1912 gegründet. Zum 100-Jahr-Jubiläum stellen wir im «Sinerzyt» zwei Hilfsbereiche vor, die vor allem im letzten Jahrhundert einen grossen Stellenwert hatten.

Das Markenbüchlein 2012 der Pro Juventute, mit je vier Marken im Frankaturwert von 100 und 80 Rappen.
Bildlegende: Das Markenbüchlein 2012 der Pro Juventute, mit je vier Marken im Frankaturwert von 100 und 80 Rappen. zvg

In Aufnahmen von 1949 und 1950 im Archiv von Schweizer Radio ist einerseits etwas über die Praktikantinnenhilfe der Pro Juventute zu erfahren. Andererseits wird Werbung gemacht für den Verkauf der Pro Juventute-Briefmarken.

Praktikantinnenhilfe

Die Praktikantinnenhilfe wurde 1939 aus privater Initiative gegründet und zwei Jahre später der Pro Juventute angegliedert. Praktikantinnen und Praktikanten stellten sich für freiwillige Einsätze zur Verfügung, um überlastete Bauernfamilien bei der Arbeit zu unterstützen.  Ab 1946 konnten auch nicht bäuerliche Familien Praktikantinnenhilfe in Anspruch nehmen. Diese Hilfe gibt es bis heute als Sozialpraktikum der Pro Juventute.

Pro Juventute-Briefmarken

Die Pro Juventute wurde 1912 mit dem Ziel gegründet, die Tuberkulose bei Kindern und Jugendlichen zu bekämpfen. Zur Finanzierung des Projekts, erteilte die Schweizer Post der Pro Juventute die Erlaubnis, nicht frankaturgültige Briefmarken verkaufen zu lassen. Die erste Briefmarkenausgabe der Pro Juventute war sehr erfolgreich. Deshalb entschloss man sich im Jahr darauf eine frankaturgültige Marke auszugeben. Die Wohltätigkeitsmarke mit dem Bildnis der Helvetia hatte einen Frankaturwert von 5 Rappen sowie einen Aufschlag von ebenfalls 5 Rappen, die der Pro Juventute zuflossen.