1947: Schiesstraining ohne Munition

Die Schiessweltmeisterschaften 1947 in Stockholm waren die ersten Weltmeisterschaften nach dem zweiten Weltkrieg. Für die Schweizer Schützen hatte dies grosse Auswirkungen auf das Training: Die Munition war nämlich immer noch rationiert.

Die Schweizer Schützen mussten beim Training für die WM 1947 improvisieren.
Bildlegende: Die Schweizer Schützen mussten beim Training für die WM 1947 improvisieren. Keystone (Symbolbild)

«Haben Sie in diesem Jahr schon mal geschossen?» Dies fragte der Radioreporter am 24. April 1947 den Schützen Otto Horber: «Nein», antwortete dieser, «wir hatten keine Munition». Er habe deshalb Zielübungen ohne Munition gemacht. Und dies ein Vierteljahr vor den Weltmeisterschaften.

Redaktion: Roman Portmann