Albin Strimer: Hausmann, Näher und Schreiner

Zum «Internationalen Tag der Frauen» erinnert sich Maria Cadruvi an Albin Strimer. Er war 1983 einer der wenigen vollamtlichen Hausmänner im Kanton Graubünden. Zu Hause in St. Moritz hat er für seine vierköpfige Familie gesorgt. Er hat geputzt, gekocht, eingekauft, ja sogar Kleider genäht.

In seinem Nähatelier hat Hausmann Albin Strimer etliche Kleider für seine Frau und die beiden Kinder geschneidert.
Bildlegende: In seinem Nähatelier hat Hausmann Albin Strimer etliche Kleider für seine Frau und die beiden Kinder geschneidert. colourbox

Vor seiner Zeit als Hausmann hat Albin Strimer in einem Tessiner Architekturbüro gearbeitet. Aufgrund der Rezession hat er seinen Job verloren. Darauf haben er und seine Frau sich darauf geeinigt, dass derjenige arbeiten geht, der zuerst eine Arbeit findet. Die Familie ist ins Bündnerland zurückgekehrt, Strimers Frau hat dort eine Stelle als Lehrerin bekommen. Die Sache war damit besiegelt: Albin Strimer wurde zum vollzeitlichen Hausmann mit viel Leidenschaft für seine täglichen Arbeiten.

Haute couture im Gästezimmer

In dieser Zeit hat Albin Strimer auch Freude am Nähen entdeckt. Im Gästezimmer der Familie Strimer wurde kurzerhand ein Nähatelier eingerichtet. Dort sind erst ein paar Puppen und andere Bastelarbeiten entstanden. Mit der Zeit sind unter den hausmännischen Händen auch Kleider für die ganze Familie entstanden.

Moderation: Pia Kaeser, Redaktion: Maria Cadruvi