Basler Läckerli 1962 – auch ein Ohr- und Augenschmaus

Die Geschichte vom Basler Läckerli geht zurück bis ins 16. Jahrhundert. Schon damals waren die speziellen Gewürze das A und O des Gebäcks. Zubereitet wurde es zu Beginn allerdings ohne Zucker. Ein Läckerli-Bäcker hat das Original-Rezept 1962 in der Sendung «Gueti Feschtdääg» vorgestellt.

Eine offene Trommel, gefüllt mit feinen Keksen.
Bildlegende: Tambour-Trommel: Eine von vielen originellen Verpackungen für Basler Läckerli. Aufgenommen 2008 im «Läckerli-Huus» der Läckerli Huus AG in Basel. Keystone

In der Radio Beromünster-Sendung vom 9. Dezember 1962 stand das Basler Läckerli im Mittelpunkt. Robert B. Christ alias Fridolin hat von Weihnachts- und Neujahrsbräuchen aus Basel berichtet.

Unter anderem hat Fridolin der damals ältesten Läckerli-Bäckerei einen Besuch abgestattet. Dort hat ihm Herr Spillmann auch originelle Verpackungen gezeigt, beziehungsweise vorgespielt. Denn eine Dose enthielt nicht nur die feine Basler Spezialität, sondern sie spielte beim Öffnen auch das Lied «Ds Basel a mym Rhy». Ein besonderes Präsent also für alle Heimweh-Basler, die sich im Ausland auf Weihnachtspost von zu Hause freuten.

Basler Läckerli wurden ursprünglich ohne Zucker hergestellt

Das Wort Läckerli komme eigentlich von «Lebchüchli» erklärt Läckerli-Bäcker Spillmann im Beitrag. In der Zeit als das Läckerli in Basel erstmals hergestellt wurde, waren die Leute der Safranzunft zuständig fürs Besorgen der typischen Zutaten wie Zimt, Muskatnuss, Nelken und Gewürzen aus fernen Ländern.

In alten Rezepten falle auch auf, dass das Läckerli früher ohne Zucker zubereitet worden war. Man habe sie lediglich mit Honig, Mehl und Gewürzen in einem heissen Teig zubereitet, ausgerollt und gebacken.

Moderation: Christian Salzmann, Redaktion: Bea Schenk