Basler Läckerli: Zubereitung anno 1962

Ein kleiner Lebkuchen mit feinem Zuckerguss: Das ist ein Basler Läcklerli. Eine Gaumenfreude, besonders beliebt in der Weihnachtszeit. Dem Basler Läckerli hat Robert B. Christ alias Fridolin 1962 die Sendung «Gueti Geschtdääg» gewidmet. 

Das Basler Läckerli wird mit folgenden Zutaten zubereitet: Weissmehl, Honig, Zucker, Zimt, Muskat, Nelkenpulver, Mandeln oder Haselnüsse, Orangeat, Zitronat und Kirsch als Triebmittel.
Bildlegende: Das Basler Läckerli wird mit folgenden Zutaten zubereitet: Weissmehl, Honig, Zucker, Zimt, Muskat, Nelkenpulver, Mandeln oder Haselnüsse, Orangeat, Zitronat und Kirsch als Triebmittel. Keystone

In der damaligen Sendung hat Fridolin Weihnachts- und Neujahrsbräuche aus Basel vorgestellt. Er hat über die Art und Weise gesprochen, wie die Basler Läckerli von den Hausfrauen aufwändig zubereitet und liebevoll verpackt werden. Seine Gesprächspartnerin hiess Lussy. Dank ihr erfahren wir zum Beispiel, dass für das Rühren des Lebkuchenteigs vor 50 Jahren gut drei Personen nötig waren.

Basler Läckerli

Ursprünglich waren die Basler Läckerli ein typisches Weihnachts- und Neujahrsgebäck. Die köstlichen rechteckigen Lebkuchen sind aber längst das ganze Jahr hindurch erhältlich. Sie werden zum Dessert serviert, dienen als Reiseproviant und sind ein beliebtes Mitbringsel. Kenner brechen das Läckerli und lassen es im Mund zergehen.

Auf der Seite «Kulinarisches Erbe der Schweiz» wird auf das Buch von Albert Spycher über die Basler Läckerli verwiesen. Dort steht, dass Ende des 18. Jahrhunderts in Basel ein regelrechter Streit über die Urheberrechte am Basler Läckerli entbrannt ist. Verwitwete Frauen verdienten sich mit Läckerlibacken ein Zubrot. Die Basler Pasteten- und Zuckerbäcker verlangten, dass sie damit aufhören sollten. Diese Forderung bewirkte aber das genaue Gegenteil. Zum Nachteil der Bäcker wurde das Läckerlibacken in Basel offiziell zum freien Gewerbe erklärt.