Beromünster, DRS, SRF

36 Jahre lang war Sepp Reppli für ein und denselben Arbeitergeber tätig: Für Schweizer Radio DRS. Damit ist er Zeitzeuge für einen einschneidenden Namenswechsel. Zu jender Zeit ist irgendwann irgendwer nach unzähligen Sitzungen auf die Idee gekommen, den Namen Beromünster aufzugeben. 

Porträt von Sepp Renggli, aufgenommen 1968.
Bildlegende: Porträt von Sepp Renggli, aufgenommen 1968. SRF

Es sei an der Zeit für einen eleganteren, kürzeren, prägnanteren Namen, lautete der Tenor. Die Verantwortlichen von Radio Beromünster schrieben dafür kurzerhand einen Wettbewerb unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. Die Vorgaben waren klar, im neuen Namen sollten die Begriffe Deutschweiz und rätoromanisch abgekürzt vorkommen.

Kein Wunder, sind gleich vier Mitarbeiter - einer aus Basel, einer aus Bern und zwei aus Zürich - auf die gleiche Idee gekommen. Ihr Vorschlag lautete: DRS für deutsche und rätoromanische Schweiz. Für diese kreative Idee wurde jede mit 400 Franken belohnt. Ein Taschengeld verglichen mit der geschätzten Million Dollar, die Tyler Brûlé 2002 für den Namensvorschlag SWISS für die ehemalige Swissair erhalten haben soll.

Beromünster ist schon lange Vergangenheit, DRS seit Kurzem ebenfalls, das Kürzel wurde Anfang Jahr von SRF abgelöst, was wiederum für Schweizer Radio und Fernsehen steht.

Im «Sinerzyt» erzählt Sepp Renggli vom Namensfindungs-Prozess bei Schweizer Radio DRS. Ausserdem gibt er noch eine wunderbare Anekdote zum Besten: Während seiner 36 Jahren bei der SRG, sei er nicht immer auf der Seite der Sieger gestanden. Aufgrund von Meinungsdifferenzen musste er einmal sogar in Bern beim Vize-Generaldirektor antraben.

Autor/in: schb, Moderation: Pia Kaeser, Redaktion: Sepp Renggli