Die Erfolgsgeschichte vom «Café Endspurt» endet 1962

«Café Endspurt» hiess vor mehr als 60 Jahren eine Sendung auf Radio Beromünster, ins Leben gerufen von Sepp Renggli. Im «Sinerzyt» erzählt der ehemalige längjährige Sportreporter die «Lebensgeschichte» der beliebten Kultsendung.

Porträt von Sepp Renggli, aufgenommen 1968.
Bildlegende: Porträt von Sepp Renggli, aufgenommen 1968. SRF

Sport war in der Mitte des letzten Jahrhunderts am Schweizer Radio mehr oder weniger ein notwendiges Übel im kulturbewussten Medium. Aber scheinbar gab es schon damals etliche Hörer, die sich sehr für diese Nebensache interessierten. Deshalb erhielt Sepp Renggli 1952 vom Abteilungsleiter «Wort» den Auftrag, eine wöchentliche einstündige Sportsendung zu produzieren.

Sepp Renggli hat diese Aufgabe mit viel Enthusiasmus angepackt und einen fiktiven Treffpunkt für Sportler und Sportfans kreiert, das «Café Endspurt». Diesem Neuling im Radioprogramm prophezeiten die Mitarbeiter des Ressorts «Kultur» eine Laufzeit von zwei bis drei Monaten. Sie sollten sich gewaltig irren: Die Sendung «Café Endspurt» wurde während zehn Jahren jeden Freitag nach den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und war so etwas wie ein Strassenfeger. Bei der letzten «Café Endspurt»-Sendung würdigte Stammgast Jimmy Muff alias Werner von Aesch den fiktiven Treffpunkt mit einem letzten Lied.

Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Sepp Renggli