«Die Schöne von Grenchen» erobert Australien

Als Gottfried Morff nach dem zweiten Weltkrieg vom Aktivdienst nach Hause zurückkehrte staunte er nicht schlecht. Seine Felder waren alle geplündert. Also zog er aus, nach Australien, wo ihm eine ganz besondere Blume zum Erfolg verhalf:«Die Schöne von Grenchen»

Betörend rot und sehr robust. «Die Schöne von Grenchen». Sie gilt als Favoritin bei halbhängenden Geranien.
Bildlegende: Betörend rot und sehr robust. «Die Schöne von Grenchen». Sie gilt als Favoritin bei halbhängenden Geranien. bernergraniummaerit.ch

«Es ist eine wahre Freude zu sehen, wie aus einem unscheinbaren Samen eine prächtige Pflanze gedeiht», schwärmte Gottfried Morff immer wieder. Oder sollen wir ihn Geoff Morff nennen? Unter diesem Namen kannte man ihn nämlich in seiner neuen Heimat Australien.

Der Meister der Geranien

Dank seinem grünen Daumen sind sogar über 120 Geraniensorten eng mit Geoff Morff verknüpft. Den Anfang machte die zinnoberrote «Schöne von Grenchen», welche Morff extra aus der Schweiz importierte.   Wegen ihrer Blütenpracht und der einfachen Pflege, avancierte sie zu einer Favoritin unter den Geranienliebhabern Australiens. Die eigenen Geraniensorten die er daraus züchtete, wurden ebenfalls zum Verkaufsschlager.

Ein Mensch, der die Herzen berührt

Geoff Morff eröffnete gleich mehrere Gärtnereien «Down Under». Durch den grossen Erfolg liess er sich aber nicht verblenden, sondern blieb so, wie er immer war: Ein fröhlicher, einfühlsamer, einfacher Mensch, den man schnell ins Herz schliesst. So erging es auch unserem DRS-Redaktor Henrik Rhyn, als er den Blumenzüchter und Auslandschweizer Geoff Morff in Australien besuchte.

Moderation: Joerg Stoller, Redaktion: Henrik Rhyn