Diepoldsau SG und das Kriegsende von 1945

Als Grenzort zum Vorarlberg war die Gemeinde Diepoldsau SG gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Zeuge der letzten Kriegshandlungen. Das Dorf wäre irrtümlicherweise sogar selbst unter Beschuss geraten, hätte nicht ein mutiger Oberstlieutnant Aufklärungsarbeit geleistet.

Alte Fotografie mit einem Auto am Strassenrand vis-à-vis von Häusern.
Bildlegende: Postkarte aus den 1940er-Jahren: Die Aufnahme zeigt das Zollamt von Diepoldsau. diepoldsau.ch

Das Dorf Diepoldsau wird kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges von französischen Panzertruppen bedroht. Irrtümlicherweise dachten die Franzosen, das Dorf gehöre zum Deutschen Reich und brachten ihre Artillerie in Stellung. Doch ein Oberstlieutnant namens Tanner bewahrte Diepoldsau vor einer grossen Katastrophe. Mit einer Schweizer Fahne schritt er den französischen Kampfwagen entgegen und klärte die Franzosen über ihren Irrtum auf.

Vor 20 Jahren blickten Bürgerinnen und Bürger von Diepoldsau in einem Dokumentarfilm auf das Ende des Zweiten Weltkrieges zurück. Die Original-Töne im «Sinerzyt» stammen aus dem Film von 1995. Sie geben Zeugnis von der Sorge über einen drohenden Angriff und von der anschliessenden Freude übers Kriegsende, das mit einem Dorffest gefeiert wurde.

Moderation: Joël Gilgen, Redaktion: Bea Schenk