Gastone Bettini: «Das Salutieren war uns peinlich»

In Gastone Bettinis Lebensgeschichte nimmt die Schulzeit viel Raum ein. Wie die meisten in Zürich lebenden Italiener, besucht auch er die italienische Schule. In der Missione Catholica Italiana wird er im katholischen Glauben unterrichtet.

Der 85-Jährige sitzt auf einem weissen Sofa in seinem Wohnzimmer.
Bildlegende: Gastone Bettini wurde am 24. April 1930 in Zürich geboren. SRF/Jill Keiser

Die italienische Schule wurde vom damals faschistischen Staat Italien finanziert. Der Schuldirektor sei ein Faschist par excellence gewesen, erinnert sich Gastone Bettini. «Er verlangte von uns Schülern, dass wir ihn mit dem Hitlergruss grüssen, wenn wir ihm auf der Strasse begegnen. Wer es nicht tat, wurde in das Büro des Direktors zitiert und bekam ein paar Schläge mit dem Lineal auf die Finger. Ich habe das persönlich erlebt.»

Moderation: Pia Kaeser, Redaktion: Jill Keiser