Gastone Bettini: «Wir wollten dazu gehören»

Als Italiener fühlte sich Gastone Bettini in der Schweiz stets akzeptiert. «Wir wohnten im ‹Chreis Cheib›. In den 1950er- und 1960er-Jahren seien die Italiener im Kreis 4 die vorherrschende Gruppe gewesen und hätten eine grosse Akzeptanz genossen.

Der 85-Jährige sitzt auf einem weissen Sofa in seinem Wohnzimmer.
Bildlegende: Gastone Bettini wurde am 24. April 1930 in Zürich geboren. SRF/Jill Keiser

«Natürlich fiel auch mal das Wort ‹Tschingg› oder ‹Soutschingg›, das war damals einfach so üblich», sagt Gastone Bettini im Rückblick auf seine Lebensgeschichte. Geboren und aufgewachsen in Zürich wollten er und seine Kollegen dazu gehören. Deshalb sprachen sie miteinander Zürideutsch, wenn sie gemeinsam unterwegs waren.

Zu Hause wurde nur Italienisch gesprochen, auch von der Haushaltshilfe aus dem Bleniotal. An diese junge Frau erinnert sich Gastone Bettini gerne. Zu ihr hatte er eine engere Bindung als zu seiner Mutter. Dank ihr konnte er als 13-Jähriger seine Sommerferien auf einer Alp im Bleniotal verbringen.

Moderation: Joël Gilgen, Redaktion: Jill Keiser