«Habemus papam» 1963

Die katholische Kirche hat ein neues Oberhaupt: Der Argentinier Jorge Mario Bergoglio tritt als Papst Franziskus I. die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. an. Die Ankündigung des neuen Papste erfolgte nach alter Tradition mit den Worten «Habemus papam». So wurde 1963 auch Papst Paul VI. der Öffentlichkeit vorgestellt.

Papst Paul VI. würdigt 1977 den neuen Kardinal Joseph Ratzinger mit dem Kardinalsring. Der Kardinal von damals wurde 2005 selber zum Papst gewählt und war bis zu seinem Rücktritt als Papst Benedikt XVI. Oberhaupt der katholischen Kirche.
Bildlegende: Papst Paul VI. würdigt 1977 den neuen Kardinal Joseph Ratzinger mit dem Kardinalsring. Der Kardinal von damals wurde 2005 selber zum Papst gewählt und war bis zu seinem Rücktritt als Papst Benedikt XVI. Oberhaupt der katholischen Kirche. Keystone

In der Archivaufnahme von 1963 ist Alfredo Ottaviani zu hören, der als ältester Kardinalsdiakone nach der Entscheidung im Konklave den Namen des neuen Papstes verkündet. Mit Worten, die in Jahrhunderte alter Tradition bis heute gleich gewählt werden, «Habemus papam», auf deutsch: «Wir haben einen Papst».

Papst Paul VI. auf Radio Lausanne

Giovanni Battista Kardinal Montini hat als Papst Paul VI. fünfzehn Jahre lang die katholische Kirche repräsentiert. Im Oktober 1963 war er auf Radio Lausanne zu hören, in einer Ansprache anlässlich der Welt-Radiowoche. In seiner Ansprache hat er die Schweiz als Bindeglied zwischen den Völkern im Herzen Europas gewürdigt. Das friedliche Zusammenleben in einer so differenzierten Gemeinschaft wie der Schweiz sei beispielhaft.

Die audiovisuelle Technik bezeichnete Papst Paul VI. als Mittel, um Menschen einander näher zu bringen und den brüderlichen Zusammenhalt zwischen Menschen zu fördern. Zum Schluss erteilte er auf Radio Lausanne den päpstlichen Segen für die Schweiz und die Welt.

Moderation: Jörg Stoller, Redaktion: Bea Schenk