HD Läppli beim Untersuchungsrichter

«HD-Soldat Läppli» ist als ironischer Plausch in Uniform und gegen die Uniform gedacht. Kriegsmobilmachung 1939: Der tolpatschige Läppli, ein Grossmaul und Wichtigtuer, wird wegen antimilitärischer Reden inhaftiert.

Die Figur des HD-Läppli kreierte Alfred Rasser 1945. Das Theater war so erfolgreich, dass eine Verfilmung geradezu logisch war. Die filmische Umsetzung folgte 1954 mit «Läppli am Zoll», vier Jahre später folgte «HD Soldat Läppli» und 1961 «Demokrat Läppli».

Biographie

Alfred Rasser wurde in Basel als Sohn eines Baumeisters geboren. Als er elf Jahre alt war, starb sein Vater. Die Mutter hatte nun für Alfred und seine drei Geschwister alleine aufzukommen. Der berufliche Werdegang von Alfred Rasser war nicht zum vornherein zu bestimmen. Nach der Schule machte er eine Lehre bei der Spedition Jacky Maeder & Cie. und arbeitete dort noch zwei weitere Jahre nach Lehrabschluss.

1928 arbeitete er für den «Internationalen Hilfsdienst Liechtenstein», und noch im gleichen Jahr versuchte er sich als Hühnerzüchter im Tessin. Ebenfalls 1928 besuchte er erstmals eine Schauspielschlule und fand dort seine wahre Passion. In dieser dreijährigen Ausbildung arbeitete er nebenbei als Buchhalter.

Mit Abschluss der Schauspielschule im Jahre 1930 gründete er eine eigene Theatergruppe. Leben konnte er von dieser Arbeit jedoch noch nicht. Er führte deshalb von 1930 bis 1935 sein eigenes Malergeschäft. Der erste grosse Erfolg konnte Rasser 1934 mit «John D. erobert die Welt» feiern und rundete seine kommende Karriere mit der Schauspielprüfung ab.

Von 1932 bis 1945 war er mit Adele Schnell verheiratet, aus der Ehe ging Sohn Roland Rasser hervor. 1947 heiratete er Ninette Rosselat, mit der er drei Kinder hatte.