Helga Huonder: «Wir mussten mitten in der Nacht das Dorf räumen»

Jeden Dienstag blicken Seniorinnen und Senioren im «Sinerzyt» auf ihr langes Leben. In diesem Jahr stiess unter anderem die «Lebensgeschichte» von Helga Huonder auf grosses Interesse. Die 82-Jährige lebt seit 60 Jahren in der Schweiz. Ein Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in Ostpreussen.

Eine ältere Frau mit Brille, rotem Pullover und roter Jacke blickt verschmitzt in die Kamera.
Bildlegende: Helga Huonder wurde am 17. Dezember 1934 in Warschkeiten (Ostpreussen) geboren und lebt heute im Tertianum Casa Fiora in Zizers. SRF/Jill Keiser

Im Rückblick auf die «Lebensgeschichten» 2017 lassen wir Helga Huonder zum Jahresauftakt mit Erzählungen aus ihrer Kindheit noch einmal zu Wort kommen.

Als Zehnjährige musste Helga Huonder zusammen mit ihrer Mutter und den vier Geschwistern von einem Tag auf den anderen ihr Daheim verlassen. Der Vater war zu jener Zeit in französischer Kriegsgefangenschaft.

«Wir mussten mitten in der Nacht weg. Mit Ross und Wagen sind wir Richtung Frisches Haff an der Ostsee aufgebrochen. Im gefrorenen See sind Ross und Wagen eingebrochen, also gingen wir zu Fuss weiter.»

Moderation: Christian Salzmann, Redaktion: Jill Keiser