Memo-Treff: Solidarität mit Aidskranken

AIDS hiess das Schreckgespenst in den 1980er Jahren. Man wusste wenig über Ansteckung und Verlauf der Krankheit. Ein Jahrzehnt später wusste man schon etwas besser Bescheid, trotzdem gab es noch viele Fragen und Vorurteile, wie das Gespräch im Memo-Treff von 1991 zeigt.

Die Rote Schleife als Zeichen der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken.
Bildlegende: Die Rote Schleife als Zeichen der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken. istockphoto

Otto erzählt Karl und Ursula, dass Franca, die Tochter seiner Haushaltshilfe, an HIV erkrankt ist. Das löst eine rege Diskussion aus. «Vo nüt chunnt nüt», meint Karl und stellt damit den Lebensstil von Franca in Frage. «Vo nüt chunnt nüt» sei ein schlimmer Spruch, findet Ursula. Man könne von einer jungen Frau ohne Familie doch nicht erwarten, dass sie abstinent leben soll. Otto wiederum fragt sich, ob diese Krankheit vielleicht als eine Art Warnfinger vom lieben Gott zu verstehen sei.

Mitwirkende im Memo-Treff von Katja Früh:
Inigo Gallo als Karl
Ettore Cella als Otto
Lore Reutemann als Ursula