Poesie in Berghüttenbüchern

Wer war da? Wohin geht seine Reise? Wie ist das Wetter? Ein Berghüttenbücher sollte eigentlich solche Informationen enthalten. Meistens erfährt man aber mehr. Denn Bergsteigerinnen und Bergsteiger bemühen sich nicht selten um Originalität.

Ein Eintrag im Berghüttenbuch sollte richtig, vollständig, knapp, gut leserlich und nicht mehr als eine Zeile beanspruchen.
Bildlegende: Ein Eintrag im Berghüttenbuch sollte richtig, vollständig, knapp, gut leserlich und nicht mehr als eine Zeile beanspruchen. istockphoto

Davon zeugt die Sendung «Nirgends dichtet's besser sich - Poesie in Berghüttenbüchern» aus dem Jahr 1975. Für Schweizer Radio DRS hat sich Fritz Herdi eine besondere Lektüre ausgesucht: Er hat sich in Berghüttenbücher vertieft. Dabei ist er auf mehr oder weniger originelle Einträge gestossen. Denn nicht jedermann ist zum Dichter geboren. Doch auch die Einträge dichterisch Unbegabter ergeben eine amüsante Lektüre.

Das Berghüttenbuch

Ein Berghüttenbuch sollte allerdings kein Poesiealbum sein. Information ist der eigentliche Sinne und Zweck dieses Buches. So ist denn auch klar vorgegeben, was ein Gast einzutragen hat: Datum, Name, Mitgliedschaft bei einem alpinen Klub, Ziel der Bergtour, Eintragungen betreffend Bezahlung der Taxen, Bemerkungen über die Wetterverhältnisse, eventuell Reklamationen in Zusammenhang mit der Hütte und deren Zustand.