Tridacna - die Riesenmuschel

Adolf Portmann berichtete 1950 auf DRS 2 über die Tridacna-Muschel aus dem Indopazifik. Diese Riesenmuschel kann bis 1,30 m gross und mehr als 300 kg schwer werden. In Europa wurde sie unter anderem in der Kunst verwendet.

Künstlerische Verwendung fand die Tridacna-Muschel zum Beispiel bei den Weihwassergefässen in der Kirche St. Sulpice in Paris. Im Indopazifik ist sie in die Mythen der dortigen Völker eingegangen. Bis heute werden sie zu Unrecht «Mördermuscheln» genannt. Ihnen wird nachgesagt, sie schnappten nach Tauchern oder anderen Lebewesen und hielten diese in der Tiefe fest. Das scheint aber kaum möglich zu sein, da die Schliessbewegung der Muschel recht langsam ist.

Adolf Portmann war Zoologe und Professor der Biologie an der Universität Basel.

Autor/in: Adolf Portmann