Vico Rigassi über die Radiotechnik anno 1933

Im Zeitalter der digitalen Medien kann man sich schwer vorstellen, welche technischen Mittel Radioleuten früher zur Verfügung hatten. Dank Vico Rigassi erfahren wir mehr darüber. 1974 hat er vom Radioalltag in den 1930er Jahren erzählt.

Vico Rigassi 1935 an der Eishockey-Weltmeisterschaft in Davos.
Bildlegende: Vico Rigassi 1935 an der Eishockey-Weltmeisterschaft in Davos. SRF

Vico Rigassi war einer der ersten Mitarbeiter des Senders Monte Ceneri. Dieser wurde am 28. Oktober 1933 eingeweiht. Rund vierzig Jahre später hat Vico Rigassi von den Anfängen des Radiobetriebs erzählt. Interviews und Beiträge wurden auf Schallplatten aufgezeichnet. Später wurde die Schallplatte durch Stahlbänder abgelöst. Versprecher konnte man sich kaum leisten, denn, einmal aufgenommen, liess sich das Material weder auf Schallplatte noch auf Stahlband nachbearbeiten.

Viersprachige Sportreportage

Vico Rigassi (1905-1983) war eine Radiolegende. Bis heute legendär sind seine dreisprachigen Sportreportagen, einmal sogar viersprachig. Am 20. Februar 1938 hat das Schweizer Volk mit überwältigender Mehrheit das Rätoromanisch als vierte Landessprache anerkannt. Vico Rigassi war an diesem Tag an der Eishockey-WM in Prag und hat diesen historischen Moment auf seine Weise gefeiert. In die Sportreportage liess er auch ein paar Sätze auf Rätoromanisch einfliessen.

Video «Vico Rigassi» abspielen

Vico Rigassi

2:56 min, vom 7.12.1965

Sprachgewandter Vico Rigassi («Sinerzyt» vom 15.09.2009)

Moderation: Eric Dauer, Redaktion: Bea Schenk