Wenn der eigene Hof zur Sperrzone wird

Am 21. Oktober 1965 wurde in der Schweiz erstmals seit 1940 wieder ein Fall von Maul- und Klauenseuche festgestellt. Der Seuchenzug hielt Bauern und Behörden bis im März des darauffolgenden Jahres in Atem.

Ein Schild an einem Gartenzaun weist darauf hin, dass der Hof von der Maul- und Klauenseuche heimgesucht wurde.
Bildlegende: Nachdem im Frühling 1965 in der Schweiz einzelne Fälle von Maul- und Klauenseuche auftraten, breitete sich die Seuche nach dem 21. Oktober in vielen Regionen schnell aus. Keystone

Wer von der Maul- und Klauenseuche 1965 nicht persönlich betroffen war, kann sich kaum vorstellen, wie verheerend die Folgen für die Bauern waren. Sie mussten zusehen, wie ihr Vieh zur Notschlachtung abtransportiert wurde, ihr Hof wurde zur Sperrzone erklärt, der finanzielle Schaden war hoch.

Ein eindrückliches Bild von den Zuständen während des Seuchenzugs von 1965/66 zeichnet eine Sendung aus dem Radioarchiv. Zu Wort kommen Beamte, Veterinärmediziner und betroffene Bauern, die über Massnahmen und Folgen der Maul- und Klauenseuche berichten.

Moderation: Christian Salzmann, Redaktion: Bea Schenk