«Sonette find ich sowas von beschissen» Erinnerungen an Robert Gernhardt

Er gehört zu den grossen komischen Lyrikern des deutschen Sprachraums und steht in einer Reihe mit Wilhelm Busch und Joachim Ringelnatz: Robert Gernhardt. Zum 10. Todestag am 30. Juni erinnert «Spasspartout» an den Lyriker und Maler mit seinen besten Texten und Einschätzungen seiner Weggefährten.

Robert Gernhardt
Bildlegende: Der Schriftsteller, Lyriker und Karikaturist Robert Gernhardt keystone

Liest man sogenannt seriöse Publikationen, so erfährt man, das Robert Gernhardt aus Tallin stammt, bei Kriegsbeginn mit seiner Familie nach Posen flieht und von dort aus weiter nach Westdeutschland. Liest man Gernhardt selbst, so erfährt man, dass Robert als Säugling von einem Bären aufgezogen und wegen des fehlenden Fells von diesem «Roh-Bär» genannt wird. Nach Göttingen kommt er aber so oder so und von dort aus startet er seinen Weg über die Kunstakademien in Stuttgart und Berlin zum Malen und über die «Pardon» und die «Titanic» zum Schriftsteller, Lyriker und Mitexponenten der «Neuen Frankfurter Schule».

Das «Spasspartout» des Satire-Redaktors Michael Luisier zeichnet den Weg des Malers und Lyrikers nach bis zum Punkt, an dem der späte Robert Gernhardt nicht nur einer der grossen komischen Lyriker ist, sondern einer der grossen Lyriker überhaupt.

Redaktion: Michael Luisier